Auf dem Weg nach Botswana – Zwischenstopp auf Bovu Island

Auf dem Weg nach Botswana – Zwischenstopp auf Bovu Island

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Mit David und Sungi, die ich im Hostel in Livingstone kennen gelernt habe, bin ich spontan auf eine mir bis dahin unbekannte Insel gefahren: Bovu Island.

Die Insel liegt im Sambesi, mit dem Auto ca. eine Stunde von Livingstone entfernt. Erst auf der main road gen Grenze, dann weiter auf einer Rumpelstraße zum Sambesi. Dort angekommen wurden wir mit dem Mokoro so ca. 25 Meter zur Jungle Junction gekanut, wo wir von Brett mit einem Willkommensbierchen empfangen wurden. Brett betreibt die Jungle Junction: Chalets mit drei bis vier Betten für einen guten Preis. Dazu ein toller Ausblick, Outdoorduschen und Toiletten, eine Bar, Küche, eben alles, was man so braucht. Nur das Essen muss man sich selbst mitbringen und kochen oder von Mama Alice kochen lassen, ganz wie man mag. Bei uns gab es Kartoffelsalat.

Im Package inklusive sind ein paar grunzende Hippos und ein super Sonnenuntergangsview. Ah, und nicht zu vergessen das unglaubliche Froschkonzert am Abend und das morgendliche Aufweck-Vogelgezwitscher.

Morgens waren wir im Sambesi schwimmen. Dazu gibt es nicht so viele Gelegenheiten, schließlich möchte niemand gerne als Krokofutter oder Hiüpospielzeug enden. Aber angeblich gibt es genau dort, wo es hingehen sollte, keine Krokos und Hippos..na dann ab ins Mokoro.

Der Sambesi ist an einigen Stellen so flach, dass das Mokoro mehrfach halb stecken geblieben ist. Und der Popo wurde auch etwas nass. Ich glaube, wir waren leicht überladen..

Durch einige Felsformationen und eine kleine Insel mit Sandstrand geschützt war es herrlich bei der Hitze ein kleines Bad zu nehmen. Der ein oder andere hat direkt mit Gin-Tonic angestoßen, ich habe mich an Wasser und Wassermelone gehalten, morgens um 9… Wassermelonenschale eignet sich übrigens hervorragend, um sie wie flache Steine über das Wasser springen zu lassen. Anschließend wurden wir noch Zeugen von etwas, was keine*r von uns so erwartet hat: Eine Herde Rinder wurde von ein paar locals über mehrere kleine Inselchen durch den Sambesi und in Richtung unseres Swimmingpools getrieben. Ich glaub die Rinder waren genauso überrascht wie wir 🙂

Auch Kühe baden gern..

Nach dem Swimmingpoolerlebnis ging es dann direkt weiter, meine Mitfahrgelegenheit zur main road wollte los. Ally hat mich im Schatten eines Baumes am Straßenrand abgesetzt. Merkwürdigerweise kamen auf einmal nur Autos aus Richtung Botswana, na klasse.. und die Fahrer der drei, vier Autos aus der für mich richtigen Richtung haben nur doof geguckt.. Zum Glück wurde meine weiterhin nur spärlich vorhandene Geduld nicht zu sehr auf die Probe gestellt und nach ca. 15 Minuten hat ein shared taxi angehalten.

Bis zur Grenze in Kazungula war es nicht mehr weit. Schon von weitem habe ich die ganzen Trucks Schlange stehen sehen. Blöd, wenn es nur zwei kleine als Fähre fungierende mini pontoons über den Sambesi gibt – es passen maximal zwei LKW drauf..Das haben die zuständigen Menschen auch erkannt und der Brückenbau war voll im Gange.

border crossing

Ich glaube, es war mein erstes zu Fuß border crossing überhaupt. Auf dem Weg zur sambischen Immigration wollten mir gleich ein paar Schwarzmarkthändler meine restlichen kwacha in botswanische pula tauschen, aber die Rate war echt mies, so dass ich verzichtet habe. Auch wenn ich das relativ deutlich gemacht habe, hat der Typ mir den Weg gezeigt, ist mit mir gegangem, hat mir gesagt wo ich das Ticket für die Fähre bekomme usw. Sehr nett, er hat es sich aber natürlich nicht nehmen lassen, es nochmal zu versuchen..

Beim sambischen immigration office habe ich mich noch einmal vergewissert, dass ich mit meinem Double Entry Visa auch wirklich wieder rein komme und ich es an der Grenze auch wirklich verlängern kann. Es wurde bejaht. Und falls das dann, wieso auch immer, doch nicht so sein sollte, habe ich zum Glück ja diese Nummer von dem immigration Typen in Livingstone, die Emma mir gegeben hat.

Mit einem Truck und ein paar Leuten ging es dann auf die Minifähre, ein Ticket (5k) konnte ich nicht erstehen, die Herren hatten kein change und ich durfte so mit. Drei Minuten später war ich in Botswana. Mit einem deutschen Reisepass in der Tasche benötigt man für Botswana kein Visum, hervorragend. Entsprechend easy war die Immigration. Wegen der vielen lauten trucks um mich herum, konnte ich nur wirklich nicht verstehen, was die Dame von mir wollte, aber es schien irgendwas mit meiner gewünschten Aufenthaltsdauer zu tun zu haben. Nach drei Versuchen hat sie aufgegeben und es mir aufgeschrieben: Freie Auswahl: “30, 60 oder 90 Tage“.., keiner will wissen, wo genau man unterkommt, wann man wieder geht etc.. hervorragend! 60 Tage (just in case), Stempel rein und weg war ich. Wäre da nicht noch die “Kontrolle“ drei Meter weiter draußen am Plastiktischchen gewesen, wo ich kurzzeitig an meinen Englischkenntnissen gezweifelt habe. Eine schlau drein blickende Dame mit Brille wollte meinen Pass sehen, aha, nicht, dass ich den zwei Minuten zuvor gerade erst gestempelt bekommen hatte, aber gut. Dann hat sie mich noch irgendetwas anderes gefragt, aber ich konnte mir da auch nach dreimaliger Wiederholung nur so halb einen Reim draus machen. Gelbfieberimpfnachweis? Ok, kein Problem. Ich leg ihr also meine Inpfausweiskopie hin, aber die wollte sie nicht. Nachdem sie dann ein bisschen mit ihren Kolleg*innen über mich “geredet“ hatte (haha), hat sie dann doch etwas von yellow fever gefaselt. Verars…. kann ich mich echt auch alleine. Oh man, die Frau mit der Brille..

Dieser leicht irritierende Moment wurde gleich wieder wett gemacht. Der Typ vor mir in der Schlange hat mir mit einem “jump in“ zu verstehen gegeben, dass er in seinem Auto auf mich gewartet hatte. Ich wurde exakt bis zum Elephant Trail Guesthouse gekarrt. Danke, Lesogo.

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